Schnelle Navigation:
Wähle eine Kategorie aus und klicke dann für die Details auf einen der nummerierten Orte. Für eine neue Auswahl, klicke auf das rechts erscheinende ∧-Symbol!
Birkenkreuz
Das schlichte Holzkreuz wurde angeblich von diejenigen an eine noch junge Birke genagelt, die es über den Eisernen Vorhang geschafft haben. Genauer gesagt über das Warnsystem S100, welches zwischen 1965 und 1989 in Betrieb war. Sie dankten dem Herrgott, daß sie es sicher über die Grenzlinie geschafft haben. Der Baum nahe der Grenze ist seither gewachsen und so gelangte das Kreuz in die heutige Höhe.
Geographische Koordinaten:
47°38’52.676″N, 16°30’46.600″E
Fassl-Kreuz
Dieses Kreuz, das an einem Baum angebracht ist, erinnert an den Tod des österreichischen Gendarm, Josef Fassl. Die Arbeiter-Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom Dienstag des 27. September 1949 darüber, daß an der ungarischen Grenze ein österreichischer Gendarm gestorben sei und ein weiterer österreichischer Staatsbürger schwer verwundet wurde. Laut der Untersuchung des österreichischen Bundesministeriums für innere Angelegenheiten ist zum Zeitpunkt des Zwischenfalls an der ungarischen Grenze eine Mine explodiert. Von ungarischer Seite aus wurden insgesamt 34 Schüsse abgegeben. Eines dieser Geschosse hat Josef Fassl tödlich verwundet. Die Identität des Mörders ist bis zum heutigen Tage ein Geheimnis.
Geographische Koordinaten:
47°39’5.400″N 16°28’13.246″E
Johann Leodolter-Gedenkkreuz
Johann Leodolter wurde am 5. Mai 1889 in einem kleinen Dorf, 20 km von Mariazell entfert, in Frein an der Mürz geboren. Er fiel am Tag der sowjetischen Belagerung von Brennberg, am 1. April 1945. Sein relativ hohes Alter lässt darauf schließen, daß er im Volkssturm diente. Sein Leichnam wurde im nahe gelegenen Friedhof beigesetzt, von wo aus seine Familie ihn später exhumieren und die irdischen Überreste in sein Heimatort transportieren ließ. Den Ort seines Heldentodes markierte seine Familie mit einem Gedenkkreuz.
Geographische Koordinaten:
47°39’33.266″N 16°30’2.472″E
Kuruzenkreuz
Brennberg war während des Freiheitskampfes von Ferenc II. Rákóczi Schauplatz eines Kampfes zwischen Kuruzen und Labanzen. Das heißt, nur ihre Stelle, denn es gab zu dieser Zeit hier noch keine Siedlung. Nach der mündlichen Überlieferung blieben nach dem Kampf nur drei große Gräber im Wald. Ältere Einwohner in Brennberg erzählten, daß sie auch noch den Standort des Kuruzen-Wachpostens im Wald kannten. Den Beweis für diesen Kampf liefert auch ein Kreuz, welches von der damaligen Bergwerksdirektion im Jahre 1847 am Waldrand aufgestellt wurde, dort wo sich der Kampf zugetragen hat. Es erinnert an die Gefallenen Kuruzensoldaten. Das Kreuz wurde seither mehrmals erneuert.
Geographische Koordinaten:
47°38’58.026″N, 16°29’49.067″E
Lakner-Kreuz
Am 20. September 1997 wurde der 22-jährige Balázs Lakner beim Holzeinschlag unter seiner umgestürzten Maschine begraben. Sein Gedenkkreuz befindet sich neben der Straße im Kaltwassertal.
Geographische Koordinaten:
47°40’23.494″N, 16°27’55.948″E
Schwarzer Hergott
Am Anfang des 18. Jahrhunderts lebten in Sieggraben arme Landwirtsfamilien. Die Familienväter haben Nebenarbeiten angenommen, damit konnten sie den Lebensunterhalt für ihre Familien sicherstellen. So haben sich zwei aus der Siedlung mit dem Besenbinden und deren Verkauf befasst. Die zwei Freunde sammelten die notwendigen Birkenäste in der Gegend um den Herrentisch, die sie dann zu Hause verarbeitet haben. Bei einer Gelegenheit gingen sie mit einem großen Bündel Äste vom Wald nach Hause. Ermüdet durch ihre schwere Last, machten sie unter einer Buche eine kleine Pause und legten ihr Bündel daneben ab. Da sah der eine, daß am Baum ein kleines eiserne Kreuz hängt. Er ging hin und machte mit seiner Hand ein Kreuzzeichen davor. Da sagte sein Freund: „Glaubst du, dein Bündel wird jetzt leichter?“ Nach kurzer Rast nahmen sie ihr Bündel und gingen weiter. Bald darauf erkrankte der ungläubige Mann und es dauerte lange Zeit, bis er wieder gesund wurde. Danach kaufte er ein Kreuz, bemalte es mit weißer Ölfarbe und befestigte es an der Buche, wo schon das ältere kleine Kreuz aus Eisen war. Am folgenden Tag war das schöne weißbemalte Kreuz schwarz geworden und fiel vom Baum herunter. Man glaubte, Gott hat dem Ungläubigen nicht verziehen. Die Bewohner der Siedlung nannten von da an diese Stelle den Schwarzen Herrgott und so ist er auch in den umliegenden Siedlungen bis heute bekannt.
Geographische Koordinaten:
47°38’51.293″N 16°25’50.569″E
Wohlmuth-Kreuz
Das zur Jahrtausendwende aufgestellte Kreuz erinnert an den im Jahre 1855 in Neckenmarkt geborenen Pfarrer, Franz Wohlmuth. Im Jahre 1919, zur Zeiten der Räterepublik, eines der dunkelsten Epochen der ungarischen Geschichte, fiel er in der Gemeinde Császár im Komitat Komárom-Esztergom dem Roten Terror zum Opfer.
Geographische Koordinaten:
47°38’18.466″N 16°30’36.234″E
Zeilinger-Kreuz
An dieser Stelle verlor am 8. Oktober 2017 der aus Pupping stammende Jäger Dr. Josef Zeilinger auf tragische Weise sein Leben. Der Vorfall ereignete sich nach der Jagd, als er und sein Freund den Hochsitz verließen. Da sie keinen Erfolg hatten, stieg zunächst sein Freund hinunter, dann folgte Josef Zeilinger. Beim Absteigen löste sich die Waffe, die ihn tödlich verletzte. An der Kreuzung stand damals der Hochsitz, der später verbrannt wurde; heute befindet sich einige Meter dahinter ein neuer Hochsitz.
Geographische Koordinaten:
47°38’30.529″N 16°28’58.218″E
Blitzkreuz
Ein Denkmal tief im Neckenmarkter Wald. Die Inschrift der Gedenktafel lautet: „An dieser Stelle wurden am 23. Mai 1983 um 9:05 acht junge Wanderer beim 8. Int. IVV. Grenzwandertag von einem Blitz tödlich getroffen. Der Herr lasse sie ruhen in Frieden!”
Geographische Koordinaten:
47°37’40.862″N 16°30’54.957″E
Gedenkplatz an Alfréd Bartokos
Alfréd Bartokos wurde am 19. März 1947 geboren und starb im Frühjahr 2020. Er war ein langjähriges Mitglied des Ödenburger Touristenlebens. Er fing als junger Orientierungsläufer in den Wäldern und Bergen von Ödenburg und des Landes an. Nachdem er den Orientierungslauf aufgegeben hatte, begeisterte er sich fürs Wandern. Er organisierte zunächst die Wanderabteilung im BMI Sportverband. Er organisierte viele Bus- und Wandertouren. Im Laufe der Zeit, als sich die Umstände änderten und der Verein aufhörte zu existieren, trat er in den 1990er Jahren dem Verein der Naturfreunde Lővér bei und organisierte dort weiterhin Touren. Er erhielt mehrere Auszeichnungen vom MTSZ (Ungarischer Wanderverband), wobei seine Meinung und sein Fachwissen stets berücksichtigt wurden. Er fungierte als Reiseleiter-Prüfungsaufsicht. Von 2006 bis 2016 war er als Vorsitzender des Wanderausschusses des städtischen Freizeitsportvereins Ödenburg maßgeblich für die kontinuierliche Instandhaltung der Wanderweg-Markierungen in den Wäldern rund um Ödenburg tätig und leitete die damit verbundenen Arbeiten. Er organisierte und hielt mehrere Kurse für angehende Reiseleiter und Wanderweg-Markierer. Sein Denkmal wurde am 3. Oktober 2020 im Diebesgraben eingeweiht.
Geographische Koordinaten:
47°40’27.551″N 16°31’25.037″E
Gedenkstein für die Opfer des Eisernen Vorhangs
Im Jahr 2009 wurde die Idee von Ferdinand Becher, dem Ortshistoriker von Brennberg verwirklicht, die Errichtung eines Gedenksteins für die Opfer des Eisernen Vorhangs, der auch die Erinnerung an die Todesopfer am Brennberger Grenzabschnitt bewahrt. Die Einweihung, an der ungarische und österreichische Gäste teilnahmen, fand am 14. November am Helenenschacht statt. Direkt hinter dem Gedenkstein befindet sich ein Bergbaudenkmal.
Geographische Koordinaten:
47°38’57.233″N 16°28’45.323″E
Gedenkstein von Oszkár Firbás
Dieser Gedenkstein wurde am 11. Juli 2020 neben der Dániel Fehér-Quelle zum Gedenken an den Forstingenieur Dr. Oszkár Firbás eingeweiht. Er starb am 31. Oktober 2017 im Alter von 95 Jahren. Seine Schüler beschlossen, an der Stelle, an der sie mit Hilfe ihres geliebten Lehrers viel gearbeitet hatten, einen Gedenkstein für ihn zu errichten.
Geographische Koordinaten:
47°40’14.503″N 16°30’2.796″E
Gyula Roth-Gedenkstein
In der Nähe der Kaltwasserquelle finden wir das Denkmal von Dr. Gyula Roth, mit dem Kossuth-Preis ausgezeichneter Universitätsprofessor und Doktor der Land- und Forstwirtschaft. Dr. Gyula Roth wurde 1873 in Ödenburg geboren und starb am 7. Januar 1961 im Alter von 88 Jahren ebenda. Sein Forstingenieurdiplom erlangte er 1898 in Selmecbánya (deutsch Schemnitz). Das Denkmal befindet sich neben dem ältesten Teil des Buchen- und Fichtenwaldes in der Forstwirtschaft, da Professor Roth hier auf einer Fläche von ca. 100 Hektar die sogenannte Rothscher Liniendurchforstung, als Methode des Verjüngungsschnitts eingesetzt hat. Das Denkmal wurde 1962 von Gyula Szakál entworfen und 1963 gemeinsam von der Universität für Forstwissenschaft, der Forst- und Holzfachschule und der Akademie für Forstwirtschaft errichtet. Zu Beginn eines jeden Schuljahres, bei der Kranzniederlegung am Denkmal, geloben die Erstklässler der Forst- und Holzfachoberschule hier, dass sie gut und fleißig lernen werden und dem Wald treu bleiben.
Geographische Koordinaten:
47°39’49.237″N 16°26’9.155″E
Manninger-Grab
Dieses Grabdenkmal befindet sich im Wald, nur wenige Schritte von der Bushaltestelle entfernt, neben dem Kinder- und Jugendlager Ödenburg (Soproni Gyermek és Ifjúsági Tábor). Gusztáv Adolf Manninger (1842-1908), ein Augenarzt-Professor aus Ödenburg, fand hier seine letzte Ruhestätte. Seine beiden Söhne, Gusztáv Adolf der Jüngere und Vilmos, hatten Lebensläufe, welche ein Gedenken verdienen.
Geographische Koordinaten:
47°40’37.622″N 16°31’19.348″E
Zeltner-Gedenkstein
Im Jahre 1920 meldeten sich zwei Kumpel bei der Bergwerksdirektion, wo sie berichteten, daß sie einen neuen Kohleflöz entdeckt haben. Dies wurde später der Hoffnungsbau genannt. So endete eine schwere Krise in Brennberg und die zwei Kumpel wurden als die Retter des Brennberger Bergwerks verehrt. Peter Zeltner wurde zum Obersteiger, József Pauschitz zum Steiger befördert. Außerdem wurde Peter Zeltner noch als Zeichen der Anerkennung von der Bergwerksdirektion als Wildhüter beschäftigt. Im Jahre 1932 war er mit Begleitung in der Nähe von Ritzing in einem jungen Wald auf der Jagd. Er wollte gerade einen Rehbock erlegen, aber dazu kam er nicht mehr, denn er hat einen Herzinfarkt erlitten und ist an Ort und Stelle gestorben. Zu seiner Erinnerung haben seine Angehörigen an dieser Stelle einen Gedenkstein errichtet, der noch heute dort steht.
Geographische Koordinaten:
47°38’3.759″N, 16°29’41.249″E
Universitäts-Gedenkstein und Heldensäule der Naturfreunde
Sie stehen am Panoramaweg einander gegenüber. Der Universitäts-Gedenkstein wurde anläßlich des 175-jährigen Universitätsjubiläums (1983) aus Dankbarkeit gegenüber der „Heimatstadt“ errichtet. Die Heldensäule der Naturfreunde ließ das Naturschutzkomitee Ödenburg und die Akademie für Forstwirtschaft gemeinsam anfertigen und im Jahr 2003 wurde es zum Gedenken an die verstorbenen Ödenburger Naturfreunde errichtet.
Geographische Koordinaten:
Universitäts-Gedenkstein:
47°40’19.676″N 16°31’19.592″E
Heldensäule der Naturfreunde:
47°40’20.252″N 16°31’19.296″E
Jereb-Heldensäule
Sie erinnert an den ehemaligen, legendären Lehrer der Gyula Roth Fachschule für Forst- und Holzwirtschaft, den Albert-Bedő- und Károly-Kaán-Preisträger, den 2016 verstorbenen Forstingenieur, Dr. Otto Jereb. Die Heldensäule wurde von Péter Víg im Auftrag der Forsttechnikerklasse, die 1967 ihren Abschluss machte, aus Eiche geschnitzt. Im Jahr 2017 wurde das Werk bei der Fichte Nr. 4, welche dem Klassenlehrer am besten gefiel, im Kaltwassertal platziert. Dr. Ottó Jereb war Leiter von acht Klassen, daran erinnern die acht Jahreszahlen, die auf der Säule eingraviert sind. 1981 ging er in den Ruhestand, verließ den Lehrstuhl aber auch danach nicht: Er kehrte regelmäßig zurück, um als Lehrer zu unterrichten. Seine Schüler denken in großer Zuneigung an ihren ehemaligen Lehrer, der neben den beruflichen – forstwirtschaftlichen – Fächern auch in anderen Bereichen gebildet war. So organisierte er beispielsweise einen Imkerkurs und unterrichtete außerdem Französisch und Gesang. Er veranstaltete regelmäßig Führungen im Ödenburger Wald.
Geographische Koordinaten:
47°39’46.078″N 16°26’6.062″E
Becher-Gedenkbaum
Zwischen dem Sportplatz und der Kuruzenkreuz-Zeile erhebt sich der Hirschberg. Seinen höchsten Punkt nennen wir Becherriegel, seit Ödenburger Touristen den Namen ihres einstigen Freundes und Tourführers in einem Baum geschnitzt haben. Er war Ferdinand Becher, Brennbergs Ortshistoriker, der Präsident des Brennberger Kulturvereins, der Präsident des Fußballteams vom Sportverein Roter Meteor (Vörös Meteor Sportkör), drei jahrzehntelang der Geschäftsführer des Brennberger Konsums, der erste Präsident des Bergbaumuseums Bogenriegel (Görbehalmi Bányászmúzeum) und Tourführer. Ohne seine Arbeit hätte auch diese Webseite in dieser Form nicht zustande kommen können!
Geographische Koordinaten:
47°38’41.482″N 16°29’30.179″E
Mammutbaum im Neckenmarkter Wald
Er steht etwa 100 Meter südlich des Gruberkreuzes am Otto Scheu-Weg. Vom Stein am Fuße des Baumes lässt sich ablesen, dass der Mammutbaum im Jahr 2002 von den Bewohnern der benachbarten Siedlung Neckenmarkt gepflanzt wurde.
Geographische Koordinaten:
47°38’13.595″N 16°30’23.216″E
Marienbild (Frei-Wald)
Man findet es im nördlichen Teil des Frei-Waldes an einem Waldweg, welcher neben der ehemaligen Grenzwache der Weißen Straße beginnt. In unserer Region gibt es noch zwei weitere Bildbäume mit dem gleichen Motiv, deren Herkunft jedoch leider unbekannt ist.
Geographische Koordinaten:
47°40’15.465″N 16°28’11.596″E
Wenn jemand etwas über die Geschichte der Bildbäume oder ihren Schöpfer weiß, der soll bitte an folgende Adresse schreiben:
brennbergidombvidek@gmail.com
Gruber-Kreuz
Eine Familie namens Gruber hat am Anfang des 19. Jahrhunderts im Neckenmarkter Wald an einer für sie gekennzeichneten Stelle Holz gesammelt. Einmal ist während dieser Arbeit die vierjährige Tochter des Ehepaars spurlos verschwunden. Zwei Tage später wurde sie von hochrangigen Herren gefunden, die in diesem Gebiet auf der Jagd waren. Die Eltern hatten aus Dankbarkeit eine Kapelle an der Stelle errichtet, wo ihre kleine Tochter gefunden wurde.
Geographische Koordinaten:
47°38’17.457″N 16°30’24.214″E
Hubertuskapelle
Das zwischen zwei Grenzsteinen auffindbare Kalte Bründl an der Landesgrenze war der Lieblingsausflugsort von Ilona Frey aus Brennberg. Sie wanderte immer gerne und an dieser Stelle konnte sie sich mit ihren Freunden aus Neckenmarkt treffen. Sie initialisierte den Bau einer Hubertuskapelle an dieser Stelle, jedoch zog sich der Bau in die Länge, so dass sie inzwischen verstorben ist. So bekam das Bauwerk eine Gedenktafel, das an sie erinnert.
Geographische Koordinaten:
47°38’47.428″N 16°30’47.061″E
Waldbereiterkapelle
Um diese Kapelle, welche an der gemeinsamen Grenze der Siedlungen Lackendorf, Lackenbach und Ritzung steht, ranken sich 2 Legenden:
Es war Heiligabend, in den Nachmittagstunden trafen sich Jäger im Lackenbacher Gemeindegasthaus, tranken gemütlich miteinander und sprachen nebenbei über die Jagderfolge dieses Jahres. Während des Gespräches kam die Rede auf einen weißen Hirsch, den so manche Jäger in einem Teil des Waldes schon gesehen hatten, aber bis jetzt konnte ihn keiner zur Strecke bringen. Darauf erfaßte einen Jäger so die Jagdleidenschaft, das er ausrief: ”Heute nacht gehe ich in diesem Waldteil jagen. Wenn ich dem weißen Hirsch begegne, erlege ich ihn.” Die Freunde wollten ihn davon abraten, am heiligen Abend auf die Jagd zu gehen. Doch er hörte nicht auf sie und ist aufgebrochen. Als er am nächsten Morgen nicht nach Hause kam, machten sich seine Freunde auf die Suche nach ihm. Sie fanden ihn tod im Schnee liegen. Die Spuren deuteten darauf hin, daß es zwischen dem Jäger und einem Hirsch einen Kampf gab. Der Hirsch tötete den Jäger und verschwand dann für immer. Die Angehörigen und Freunde des verunglückten Jägers ließen an dieser Stelle zur Erinnerung eine Kapelle aufstellen. Weil dort das Blut des Jägers floß, benannten sie es das Rotekreuz.
Laut der anderen Sage verbrachte eine junge österreichische Prinzessin die Wochenenden im Sommer in einem Dorf in der Nähe. Täglich ist sie mit ihrer Gefolgschaft raus in den Wald geritten. Einmal blieb ihr Hutschleier an einen Ast hängen und zerriß. Wenn weiße Blüten durch die Luft flogen, sagte man immer, es sind die Stücke des Schleiers. Zur Ehre der Prinzessin wurde die Kapelle errichtet, diese wurde Waldbereiterkapelle genannt.
Geographische Koordinaten:
47°39’3.890″N 16°27’5.654″E
Wiederkreuz
Die Überlieferung besagt, daß sich hier zwei Brüder nach langer Zeit wiedergesehen hatten. Beide waren zur gleichen Zeit im Neckenmarkter Wald auf der Jagd, da wurden sie auf Bewegungen zwischen den Büschen aufmerksam. Fast hätten sie aufeinander geschossen, doch sie erkannten einander rechtzeitig, so kam es nicht zu einer Tragödie. Zur Freude wurde dann ein großes Festmahl abgehalten und an der Stelle wo sie sich erneut trafen, wurde eine Kapelle zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria errichtet.
Geographische Koordinaten:
47°38’22.242″N 16°31’53.998″E
Drei Säulen
Dies ist der gemeinsame Punkt vom Brennberger-, Ritzinger- und Neckenmarkter Wald. Auf den an den Säulen angebrachten kleinen Tafeln sind die Namen der jeweiligen Siedlungen zu lesen. Dieselbe Stelle kennen die deutschsprachigen Brennberger auch unter dem Namen ‚Oanhandler‘. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand hier eine Hütte, darin war ein Mann der nur einen Arm hatte. Zur damaligen Zeit hat er den Verkehr hier an der Grenze kontrolliert.
Geographische Koordinaten:
47°38’21.606″N 16°29’52.652″E
Herrentisch
Wo sich die Grenzen der 4 Gemeinden treffen, stand laut Überlieferung schon früher ein Tisch. Bei Grenzbegehungen trafen sich die Herren der jeweiligen Gebiete hier, wo man für sie schon gedeckt hatte. Bei anderer Gelegenheit stießen diese Herren zu ihren Jagderfolgen über diesem Tisch an. Daher der Name des Ortes: Herrentisch.
Die 4 Gemeinden: Ödenburg (Sopron), Sieggraben, Rohrbach und Lackenbach.
Geographische Koordinaten:
47°39’53.673″N 16°25’18.123″E
Dr. József Czukelter-Szecsődy-Gedenktafel
Es erinnert an den Chefarzt des Brennberger Bergwerks, Dr. József Czukelter-Szecsődy. Er wurde 1886 in Zalaegerszeg geboren. 1912 ist er zum Chefarzt des Bergwerks ernannt worden. Er verstarb im Jahr 1944 an den Folgen eines Herzinfarktes. Er wurde auf dem Friedhof zur Hl. Barbara in Brennberg beigesetzt. Die Gedenktafel wurde anläßlich seines 130. Geburtstags an der Wand seiner ehemaligen Praxis angebracht.
Der Text auf deutsch:
DR. JÓZSEF CZUKELTER-SZECSŐDY
1886 – 1944
IN DIESEM GEBÄUDE ARBEITETE ER 25 JAHRE LANG ALS DER ERSTE STÄNDIGER BERGWERKSARZT. DER PRÄSIDENT DER KATHOLISCHEN GEMEINSCHAFT, DER HAUPTFÖRDERER DES BAUS DER KIRCHE ZUR HL. BARBARA
KOMMUNALE SELBSTVERWALTUNG 2016
Geographische Koordinaten:
47°39’10.366″N 16°29’15.362″E
Lipót Modrián-Gedenktafel
Es erinnert an den Direktor der Grundschule Brennberg, Lipót Modrián.
Der Text auf deutsch:
LIPÓT MODRIÁN (1935-2023)
DEN TREUEN LEITER DER GRUNDSCHULE BRENNBERG, DEN LEHRER VON GENERATIONEN UND DEN HÜTER DER TRADITIONEN ZU EHREN
WURDE IM JAHR 2023 VOM KULTURVEREIN BRENNBERG AUFGESTELLT
Geographische Koordinaten:
47°39’10.366″N 16°29’15.362″E
